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Ashuluk
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2. FuTK des FuTB - 3 in Leipzig

Das Abenteuer Ashuluk
stressig und einmalig !
ca. 50 km entfernt vom Verladebahnhof in Richtung Osten

Der Verladebahnhof

Die Garnison im Nirgendwo

< 50 km >
Ashuluk <   > Ashuluk


 Auf dem Transport      Ein Vorort von Wolgograd      Der Verladebahnhof von Asuluk

Aschuluk, lag irgendwie südlich von Aktjubinsk sowie östlich von Charabali und bestand nur aus dem Verladebahnhof mit Wassertum , einigen Holzhäuschen und Telegraphenmasten.



             

Zum eigentlichen Schießplatz ging es gut 50 km in die Steppe - eine Strecke, auf der dieser Marsch schon mal zur Wüstenralley ausarten konnte.
Einziges echtes Risiko bildete am Rande des Feldparks ein Salzsee (oder besser Salzsumpf), der in heißen Sommern manchmal vom Sand zugeweht war....

...... die P40 des FRR 11 steckte da auch mal drin...



Nach der Ankunft in Aschulug mußten wir schließlich noch 2 Tage im Zug kampieren, da eine Reservisteneinheit ihr "Wolchow"- Schießen wiederholen musste. Das Schlechte war, es regnete ein Tag und wir standen knöcheltief im Schlamm :-( . Die Stationen sahen aus wie S.. .

Danach gab's noch 2 Tage Campieren auf der Technik im Feldpark, da die Quartiere nicht vorbereitet waren. Ständig Wind und der Sand war feiner als an der Ostsee - er war überall.



Am Ende dieses Highways wartete dann eine typisch russische Kaserne auf uns.

Je nach Dienstgrad /Dienstellung bekam man dann ein Feldbett in einen Schlafsaal (interner Code "Korea 1 und 2"),

im "Europa 2" = 4 Mann/ Zimmer

oder im "Europa 1" 2 Mann/ Zimmer.... mit "Klimawürfel" am Fenster !

Sonst gabs recht strenge Regeln: Strom und Wasser gabs nur morgens und abends je 1 -2 Stunden

Rechts ein Bild vom Besten Haus am Platz - das "Europa 1"
Europa 1




Hier noch einige Anmerkungen zum Alltag.

Viele dachten, mit dem Einzug in die Waggons in Brest war man "unten " angekommen. Das war, wie man dann sah, falsch.
Die Schlafsäle der Soldaten ( ca. 80 Pritschen ) konnten nicht ! gelüftet werden da die Fenster vernagelt waren. Für die Kompanie standen 8 oder 10 Waschplätze im "Waschraum" zur Verfügung.
Pech war, das die Abflüße verstopft waren und mit der Zeit "alles" aus den Abflüßen hochkam.

Getrunken wurde nur Tee, Kaffee oder Bier - sprich nur abgekochte Flüssigkeiten. Alles andere war zu gefährlich.

Besonderer Erwähnung bedürfen noch die sanitären Einrichtungen in der Kaserne. Sie wurden von jedem nur einmal aufgesucht, danach wurde der Spaten und die Weite der Steppe bevorzugt.

Die hygienischte Sache in Kasachstan Ein unbekannter Mitkämpfer ;-)

Näher will ich hier jetzt nicht darauf eingehen. Wir waren eben am Ende Europas.

Eine weitere Episode war die "Genossen" aus Jemen. Nachdem sie ihr Schießen absolviert hatten und wieder auf dem Heimweg waren, wurden alle Uniformen zentral gesammelt und verbrannt. Das war das Sicherste.



Fotos mit freundlicher Genehmigung von Frank Karsubke und Ralf Wagner und Raik Olbricht